Was kostet individuelle Softwareentwicklung? Preise, Faktoren, Einschätzung
Transparente Einschätzung der realen Kosten einer maßgeschneiderten Softwarelösung in Österreich – mit konkreten Preisrahmen je Projektkategorie und den wichtigsten Kostenfaktoren.
Warum konkrete Zahlen selten zu finden sind
Auf die Frage „Was kostet individuelle Software?" gibt es keine seriöse Pauschalantwort – und Anbieter, die ohne Analyse eine fixe Zahl nennen, schätzen entweder zu knapp und holen sich den Rest später, oder zu großzügig. Grobe Orientierungswerte sind aber möglich und nützlich. Genau die liefern wir hier.
Die wichtigsten Preisfaktoren
- Funktionsumfang: Wie viele Module, Nutzergruppen, wie komplex die Geschäftslogik? Ein schlankes internes Tool ist nicht dasselbe wie ein vollständiges ERP.
- Integrationen: Jede Anbindung an ein Drittsystem erhöht den Aufwand – besonders bei schlecht dokumentierten Schnittstellen.
- Benutzeroberfläche: Einfache Verwaltungsoberflächen sind günstiger als aufwendige Kundenfrontends mit hohem UX-Anspruch.
- Datenmigration: Übernahme historischer Daten ist ein eigenes Teilprojekt.
- Infrastruktur und Betrieb: Hosting, Datenbank, Monitoring – laufende Kosten, die einkalkuliert werden müssen.
- Wartung: Als Faustregel 15–20 % der Entwicklungskosten pro Jahr für Updates, Fehlerbehebung und Weiterentwicklung.
Typische Projektkategorien und Größenordnungen
Orientierungswerte für den österreichischen und DACH-Markt. Der tatsächliche Aufwand hängt stark vom Scope ab:
- Einfaches internes Tool oder MVP (klar abgegrenzte Funktion, wenige Integrationen): ca. 5.000–20.000 €.
- Branchenspezifische Verwaltungssoftware (mehrere Module, Benutzerrollen, einige Integrationen): ca. 20.000–80.000 €.
- ERP- oder CRM-Erweiterung: als schlankes Teilprojekt ab ca. 10.000 €, als vollständiger Neubau mit Migration und vielen Integrationen 80.000 € und mehr.
- Kundenportale und externe Zugangssysteme: vom schlanken Self-Service-Zugang ab ca. 15.000 € bis zum umfangreichen Portal mit tiefer Integration 60.000 € und mehr.
Diese Spannen sind keine Angebote, sondern geben ein ehrliches Gefühl für die Größenordnung vor der Analyse.
Festpreis oder Zeitaufwand?
Festpreisverträge geben Planungssicherheit, setzen aber einen vollständig definierten Scope voraus. Ist er das nicht, puffert der Anbieter großzügig (zu teuer) oder rechnet nachträglich nach (unseriös). Wir empfehlen eine gründliche Analysephase mit definiertem Ergebnis – und erst dann ein belastbares Festpreisangebot.
Was ein guter Preis einschließt
Vorsicht bei Angeboten, die nur Entwicklungszeit ausweisen. Seriöse Projekte umfassen auch Anforderungsanalyse, Konzeption, Testing, Dokumentation, Deployment und initiale Schulung. Fehlen diese Positionen, tauchen sie später als Nachforderung auf.
Mehr zum Ablauf einer individuelle Softwareentwicklung bei BrumeCore finden Sie auf der Leistungsseite. Ob Sie überhaupt Individualsoftware brauchen, klärt der Artikel Individuelle Software vs. Standardsoftware.
Häufig gestellte Fragen
Ein einfaches internes Tool or MVP liegt bei ca. 5.000–20.000 €, branchenspezifische Verwaltungssoftware bei ca. 20.000–80.000 €, Kundenportale ab ca. 15.000 €. Der genaue Preis ergibt sich nach einer Anforderungsanalyse.
Ein Festpreis ist sinnvoll, wenn der Scope klar definiert ist. Daher empfehlen wir zuerst eine Analysephase mit Anforderungsdokument und Konzept – darauf lässt sich ein belastbarer Festpreis aufsetzen, mit dem beide Seiten planen können.
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